Der ehemalige Bürgermeister Enrique Riera Escudero wurde heute vom Staatschef Horacio Cartes als neuer Erziehungsminister ernannt, nachdem Marta Lafuente in der vergangenen Woche aufgrund der Schülerproteste ihr Amt kündigte. Lehrer und Schüler sind beiderseits nicht sehr erfreut mit dieser Entscheidung, da dem neuantretenden Amtsmann sämtliche Erfahrung im Erziehungsbereich fehlt.
Riera versprach sich den immer noch mobilisierten Studenten zu stellen und ihnen zuzuhören. Außerdem ist er bereit auf den Wunsch der Studenten, nämlich eine landesweite “Erziehungskrise” zu proklamieren, einzugehen.
“Ich komme mit neuen Ideen und klaren Vorstellungen, wie die paraguayische Jugend aussehen sollte. Wir werden mit den Jugendlichen zusammenarbeiten, werden sie zuhören und werden ihnen Aufmerksamkeit schenken, wann und wo immer es fehlt”, so Riera.
Er hob hervor, dass die meisten Reklame der protestierenden Schüler plausibel und gerechfertigt sind, deshalb sei er bestrebt das gesamte Erziehungsministerium von Grund auf zu erneuern. “Natürlich können wir das Erziehungsministerium umstrukturieren. Es ist ein bürokratisches Monstruum von etwa 100.000 Angestellten”, versicherte er.
Landespräsident Horacio Cartes tritt heute nachmittags eine Reise nach Buenos Aires an und wird sich deshalb bis spätestens Mittwoch nicht mit den Studenten treffen können, wie sie es verlangen.
Natürlich dient dieser Akt nur wieder zur Verärgerung der protestierenden Schüler, die ihren Frust deutlich machten, nämlich dass es keinen weiteren Unterricht gibt bis nicht das Treffen mit Horacio Cartes durchgeführt worden ist. Die Aufstände und Schuleinnahmen schreiten fort.
(ABC Color)

'Riera, neuer Erziehungsminister' wurde noch nicht kommentiert
Sei der Erste der den Artikel kommentiert!