Alle hielten die Hand auf!

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„Wenn Ezequiel redet, wird ein großes Gewitter aufziehen“, sagte Luis Rojas, Vorsitzender des Anti-Drogensekretariats Senad zu Radio Nanduti vor rund zwei Monaten. Am gestrigen Abend wurde die besagte Tonaufnahme im Fernsehen ausgestrahlt. Drogenschmuggler Ezequiel De Souza erklärt darin detailliert wer mit wie viel Geld geschmiert wurde. Unter den Beschuldigten sind der Bürgermeister von La Paloma, Carlos Villalba und der stellvertretende Innenminister Javier Ibarra.

In Präsenz von Luis Rojas trafen sich am 5. November 2014 De Souza mit den Senatoren Arnaldo Giuzzio (PDP) und Arnoldo Wiens (ANR). Laut seiner Aussage war er schon seit einer längeren Zeit als Informant für die Senad tätig.

Die Daten die De Souza weitergab waren Grundlage für die größten Beschlagnahmungsaktionen in der paraguayischen Drogenbekämpfung. Die Operationen Aguila Negra l und ll führten zu Konfiszierungen von rund 3 Tonnen Kokain. De Souza wurde bei der Aguila Negra l verhaftet, zusammen mit 18 weiteren Personen. Die Mafia vermutete dass De Souza hinter den Filtrationen steckt und wollte ihn ermorden lassen nach der geplanten Versendung von 8 Tonnen Kokain. Obwohl nicht die gesamte Menge an einem Ort war entschied die Senad einzugreifen und ihren Informanten zu retten.

De Souza, der aus dem Drogengeschäft aussteigen wollte) erklärte dass ohne Autorisierung von Politikern der Zone nicht gearbeitet werden kann. Kein illegales Geschäft ist erlaubt wenn man die Politiker nicht beteiligt. Der Bürgermeister der Stadt La Paloma in der Provinz Canindeyú, Carlos Villalba kontrollierte seine Zone genau. Der Beauftragte für das Zahlen der Raten an Politiker war der Senad Agent Aquiles Villalba Flores. Das Geld stammte von drei großen Drogenschmugglern aus Pedro Juan Caballero, Jorge Rafat, Miguel Servin und Alcides Frutos. Alle Drogen wurden durch La Paloma geschleust.

Er gab außerdem an, dass die mafiosen Gruppen zwischen 160.000 und 400.000 US-Dollar pro Monat zahlen um in der Zone unbehelligt arbeiten zu können. Die Staatsanwaltschaft hat Beweise dafür schon bei De Souza beschlagnahmt. Außerdem versicherte De Souza persönlich dem stellvertretenden Innenminister Javier Ibarra Schmiergeld gezahlt zu haben.

Da die Tonaufnahme nunmal veröffentlicht ist, hilft sie nicht mehr dem inhaftierten Carlos Rubén Sánchez Garcete, alias Chicharõ, als Druckmittel, um freigelassen zu werden.


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