Auf drei der insgesamt 41 Millionen Hektar Landfläche Paraguays wird Soja angebaut. Soja, was zu 99% genverändert ist und nicht den Ruf genießt gesundheitsfördernd zu wirken. Zu den fast ausschließlich durch Monsanto lizenzierten Sorten kommt jetzt eine weitere, die den Ertrag weiter erhöht und die Kosten pro Hektar erneut senkt. Der ebenfalls sinkende Weltmarktpreis macht eben erfinderisch.
Da auch im Chaco, wo meistens Dürre herrscht, neue Sorten gedeihen wird sich die Anbaufläche bald verdoppeln. Die Nachfrage auf dem Weltmarkt ist da und die Gesetzgebung bezüglich Pestiziden eher leger gehalten.
Deutschland kaufte vergangenes Jahr 3,73 Millionen Tonnen Sojabohnen. Rund 6,5% davon stammen aus Paraguay.
Paraguay selbst produzierte im vergangenen Jahr mit 4,5 Millionen Tonnen Sojabohnen – mehr als der deutsche Markt absorbieren könnte – und 6,8% weniger als in 2015.
Insgesamt 37% der produzierten Menge der Hülsenfrucht wird in die Europäische Union exportiert, wo größtenteils Futtermittel daraus erzeugt wird. Weitere 25% exportierte Paraguay nach Russland. Aber auch Brasilien, Türkei, Mexiko, Israel, Tunesien und Bangladesh sind unter den Abnehmern.
Mit der neuen Sojasorte Sojapar R-19 sind durchschnittlich 4.000 kg Ernte pro Hektar geboten bei kompletter Resistenz gegen die Pflanzenkrankheit Phakopsora phachyrhizi, die den asiatischen Sojabohnen-Rost erzeugt und damit die Erträge mindert. Die Sojasorte ist das Resultat einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit zwischen dem Institut für biotechnische Landwirtschaft (Inbio) und dem paraguayischen Institut für Agrartechnologie (Ipta) und senkt die Anbaukosten um 100 US-Dollar pro Hektar. Die starken Regenfälle haben laut den Bauern dem Pflanzenwachstum keinen Schaden hinzugefügt.

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