Tacuatí: Trotz der verhängten Informationssperre im neuen Entführungsfall wurde bekannt, dass Silvano Pérez, der paraguayische Arbeiter und siebenfache Vater, der zusammen mit Abraham Fehr von der EPP las Geisel genommen wurde, am gestrigen Abend seine Freiheit zurück erhielt.
Silvano Pérez wurde zusammen mit einem Brief für die Familie Fehr zurückgeschickt. Obwohl die Staatsanwaltschaft versuchte ihn zu befragen, ist dieser durch Einschüchterung der selbsternannten Paraguayischen Volksarmee (EPP) nicht gewillt zu reden.
Die Entführung sollte eigentlich eine schnelle Sache werden, eine Express Entführung wie sie in Paraguay genannt wird. Die Summe war aus diesem Grund auch nicht zu hoch. Ins Visier geriet Abraham Fehr weil er Mais erntete und die EPP in den Provinzen San Pedro und Concepción den Anbau und die Ernte von genveränderten Mais und Soja mit dem Tod bestrafen, wie unlängst von diversen Schreiben bekannt. Auch am Samstag wurde ein solches Schreiben übergeben.
Für das Zusammensuchen der geforderten 20.000 US-Dollar bekamen die zwei Kinder von Abraham Fehr 30 Minuten Zeit. Da jedoch keiner der Mennoniten hohe Geldsummen in seinem Haus aufbewahrt dauerte es 40 Minuten bis die Kinder wieder zurückkamen. Die EPP Mitglieder waren mit dem Deutschstämmigen und dem Paraguayer schon verschwunden.
Da die Staatsanwaltschaft sehr daran interessiert ist ihr Vorgehen nicht publik zu machen um die EPP nicht vorzuwarnen verhängte sie eine all umgreifende Informationssperre, die jedoch am vergangenen Samstag schon vom Sprecher des Militärs leicht umgangen wurde. Joel Cazal, zuständiger Staatsanwalt in dem Fall drohte selbst den Uniformierten sie anzuklagen, wenn erneut Informationen an die Presse weitergegeben werden.

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