Laser-Tech

Jetzt nun doch…

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San Lorenzo: Die Straßenpatrouille von Paraguay, einst Straßenpolizei, kündigte schon seit dem vergangenen Juli den Kauf von mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten an, welche schon seit September zum Einsatz kommen sollten. Jetzt, zu den katholischen Festlichkeiten von Caacupé sollen diese erstmals zum Einsatz kommen. Details zu Modell und Eigenschaften lassen aufhorchen.

Stolz präsentierte gestern die Führungsriege der Straßenpatrouille die 8 neuen Messgeräte die die Geschwindigkeit von Fahrzeugen schon aus 1200 m Entfernung erkennen können. Diese „Pistolen“ bringen viele Neuerungen mit sich. Eine der wichtigsten ist das Zustellen der Bußgeldbescheide per Post bzw. Kurier, da die Uniformierten in Zukunft nur zum Messen und nicht zum Abkassieren in Einsatz kommen sollen.

Daraus resultierend soll der nachgesagten Bestechlichkeit der Institution ein Ende gesetzt werden. Auch wenn viele Personen meinen, dass ihnen wegen ihrer schwer auffindbaren Adresse oder der fehlenden Ummeldung nichts ins Haus flattert, könnte sich das Blatt bald wenden. Das zum Ende des Jahres in Kraft tretende Gesetz, welches Autos das Fahren ohne Kennzeichen verbietet sorgt parallel für mehr Ordnung.

Jedes dieser Messinstrumente kostete die Institution 96.000.000 Guaranies. Das Equipment besteht nicht nur aus der einfachen Pistole, sondern auch aus einem Notebook und der dazu passenden Software, die die Messdaten samt Fotos direkt auf den Server der Behörde lädt, von wo aus die Raser automatisch angeschrieben werden.

Das US-amerikanische Produkt TruSpeed LR der Firma Laser Tech Inc. wird schon seit Jahren in verschiedenen Bundesstaaten der USA erfolgreich eingesetzt, ist wasserdicht und kann über einen Laserpunkt Autos genau anzielen und deren Geschwindigkeit messen. Bei Regen und Nebel verringert sich zwar die Distanz zur Erstmessung, ist jedoch mit 700 Metern immer noch ganz gut. Die Instrumente aktivieren sich automatisch wenn ein Fahrzeug weniger als 70 und mehr als 110 km/h auf nationalen Überlandstraßen fährt. Die Maximalgeschwindigkeit die damit gemessen werden kann liegt bei 320 km/h.

„Diese für Raser gefährlichen Geräte können zudem Videos machen und speichern, wodurch auch nicht angelegte Gurte oder ein unrechtmäßiger Überholvorgang aufgezeichnet werden kann“, erklärte Luis Christ Jacobs, Leiter der Straßenpatrouille.

Während der Feierlichkeiten der Jungfrau von Caacupé brauchen Verkehrssünder jedoch noch nicht das Portemonnaie zücken, da dies noch die Testphase sein wird. Fest installierte Blitzer oder „Starenkästen“ werden derzeit über eine Ausschreibung gekauft und im kommenden Jahr an diversen Punkten des Landes installiert, um eine bessere Verkehrskontrolle zu garantieren und unnötige Unfälle zu vermeiden.


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