Asunción: Mario Abdo Benítez, Sohn des ehemaligen Privatsekretärs von Alfredo Stroessner und Kandidat für das Amt des Parteivorsitzes der ANR, holt verbal ganz weit aus und betitelt nicht nur alle aktuellen Minister als miserabel sondern auch den Vizepräsidenten als unnütz. Darüber hinaus spricht er von verkauften Wahlen und nicht spürbarer Macht der Colorados – trotz amtierender Regierung.
Die 15 Senatoren und Dissidenten der Colorado Partei, die gemeinsame Sache mit den Liberalen machen sind das größte Problem von Horacio Cartes, der als offiziellen Kandidaten Pedro Alliana aus Pilar ernannte. Selbst der Bischof von Misiones und Ñeembucú, Mario Melanio Medina, sieht die Einmischung von Präsident Cartes als falsch an und kritisierte sie am heutigen Sonntag öffentlich. Was jedoch die Religion mit der Colorado Partei zu tun hat und was ihm das Recht gibt sich in Parteiinterne Belange einzumischen erklärte er nicht. Jeder einzelne Wähler kann bzw. muss entscheiden wem er bei der Wahl den Rücken stärkt.
Abdo Benítez denunzierte, dass Cartes überall Posten verspricht und Geldangebote mache, nur um sich der Unterstützung der Colorados gewiss zu sein, während einer seiner eigenen Unterstützer, Senator Silvio „Beto“ Ovelar, selbst dabei gefilmt wurde, wie er vor der Präsidentschaftswahl im Jahr 2013 Stimmenkäufe vereinbarte.
Abdo Benítez erklärte zudem, dass die jetzigen Amtsinhaber der Regierung den Parteianhängern keine Macht verschaffen und sich über diese sogar noch lustig machen. Diese jedoch wollen, wie in den letzten Jahren ihren Job mit gutem Gehalt. Tatsächlich sind fast ausnahmslos alle Senatoren der zwei großen traditionellen Parteien, egal ob rot oder blau, in Korruptionsskandale verstrickt, so dass eine klare Unterscheidung unmöglich ist.

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