Ob die Kriminalität im Land hoch oder tief ist, ob sie steigt oder fällt, ist nicht ausschlaggebend für Abgeordnete und Senatoren, die sich dank diverser Handlungen unsicher fühlen und per Gesetz Schutzbeauftragte zur Seite gestellt bekommen.
Die Berufsgruppe der Staatsanwälte ist ebenso gefährdet, Grund weswegen viele dieser Polizeischutz genießen. Das Oberhaupt der Staatsanwaltschaft, der Generalstaatsanwalt, scheint ganz besonders gefährdet, da für seinen Schutz nicht etwa 4, 8 oder gar 12 Polizisten abgestellt wurden – sondern 36.
Javier Díaz Verón bezeichnete Polizeikommandanten Críspulo Sotelo als verantwortungslos. Ebenso kritisierte er Innenminister Francisco De Vargas eine Veröffentlichung solcher Daten zuzulassen. Laut seiner Ansicht sei dieses Verhalten unprofessionell. Außerdem war ihm nicht bekannt, wie viele Uniformierte für seine Sicherheit zuständig sind.
Wenn man in Betracht zieht, dass Generalstaatanwalt Javier Díaz Verón eine Kontrollfunktion über die wichtigsten Fälle hat, kann man davon ausgehen, dass bei einigen Verurteilten Hass aufkommt.
Allerdings bleiben auch 30.000 Haftbefehle unvollstreckt – nicht weil die Polizei nicht möchte, sondern weil die Staatanwälte und Pflichtverteidiger noch mehr belastet würden und es ohnehin keinen freien Platz mehr in Justizvollzugsanstalten gibt.
Auch wenn dies dem Generalstaatsanwalt keine Erleichterung verschafft, es schadet ihm auch nicht.
Wenn einfache Bürger in eine gefährliche Lage geraten, ohne dafür verantwortlich zu sein, hilft ihnen keiner. Polizisten die nicht vorhanden sind weil sie Politiker beschützen können nicht und die Justiziare, die bei Marathon-Prozessen alle Fristen sprengen und des Öfteren die überführten Angeklagten wieder freilassen scheinen nicht zu wollen.

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