Asunción: Während in Deutschland erste Boden-Höchstspannungsleitung wie nahe Münster verlegt wurden ist Paraguays Stromnetz noch nicht einmal mit Überlandleitungen komplett ausgebaut. Um diesen Zustand zu ändern und der verstärkten Nachfrage elektrischer Energie nachzukommen, wurden und werden neue Strecken und Umspannwerke errichtet. Einer der Protagonisten dabei ist Siemens, vertreten durch die in Paraguay ansässige Firma Rieder & Cía S.A.C.I.
Nachdem eine 500kV Linie von Hernandarias nach Villa Hayes fertiggestellt wurde ist der staatliche Stromanbieter Ande derzeit damit beschäftigt die Ausschreibung der neuen Linien zwischen Yacyretá und Villa Hayes auszuwerten.
Für die Errichtung dieser Trasse reichten insgesamt 8 Konsortien ihre Kostenvoranschläge ein. Darunter war neben spanischen, portugiesischen, kolumbianischen, chilenischen und peruanischen und Unternehmen auch der deutsche Siemens-Repräsentant Rieder & Cía. SACI. Nach einer ersten Überprüfung wurden jedoch die Konsortien DFOM– EIP (DF Operaciones y Montajes SA, España–EIP, Electricidade Industrial Portuguesa SA) und CCS (Control y Montajes Industriales, CYMI SA – Sociedad Española de Montajes Industriales SA – Cobra Instalaciones y Servicios) wegen fehlender Finanzmittel und Erfahrung disqualifiziert.
Obwohl den Unternehmensgruppen eine letzte Frist bleibt um das Gegenteil zu beweisen wurden offiziell bekanntgegeben, dass am 02. Oktober 2015 um 09.00 Uhr die Umschläge der Ausschreibung geöffnet werden. Danach entscheidet die Ande welches Angebot am umfangreichsten und günstigsten ist.
Im Rennen sind weiterhin und ohne Beanstandungen:
1. Consorcio Leat Yacyretá – Villa Hayes (Abengoa Perú SA – Abengoa Chile SA)
2. José Cartellone Construcciones Civiles SA (Argentina)
3. Consorcio Elecnor SA (España) – Concret Mix SA (Paraguay)
4. Consorcio CIEGEC (CIE SA, Paraguay–Somagec Guinea Ecuatorial SA)
5. Isolux Corsan Ingeniería SA (España)
6. Consorcio Eléctrico Paraguay 500 kV – CEP 500 (Eléctrica de Medellín Ingeniería y Servicios SA, Colombia–HMV Ingenieros Ltda., de Colombia y Rieder & Cía. SACI, de Paraguay)
Abgesehen von dem Streckenbau müssen auch die Umspannwerke in Ayolas und Villa Hayes ausgebaut werden. Für das USW in Ayolas reichte das spanische Konsortium, bestehend aus Magtel und Endesa Ingeniería, mit 23.598.806 USD das günstigste Angebot ein während das paraguayisch-deutsche Konsortium, bestehend Rieder & Cía S.A.C.I. und Siemens AG für das USW in Villa Hayes 20.733.344 USD veranschlagte.
Rieder & Cía S.A.C.I. war unter anderem für den Bau des Umspannwerkes in Guarambaré von der Ande beauftragt worden und bestückte dieses mit diversen Bauteilen von Siemens.

'Stromlinienausbau mit deutschem Know-how' wurde noch nicht kommentiert
Sei der Erste der den Artikel kommentiert!