Studenten kämpfen für Transparenz und gegen Vetternwirtschaft

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Asunción: Die Universidad Nacional de Asuncion (UNA), eine staatliche Universität mit Sitz in San Lorenzo, rückte vor rund zwei Wochen ungewollt ins Visier der Presse, als herauskam, dass da wie auch in anderen staatlichen Ministerien Vetternwirtschaft Einzug gehalten hat. Studenten, die für die Lehreinrichtung agieren sollte, forderten den Rücktritt des Obersten Direktors, Floilan Enrique Peralta.

Dieser, in die Bredouille geraten, nahm sich eine Auszeit und verschwand von der Bildfläche. Eine Woche später rang sich die Staatsanwaltschaft durch ihn wegen unerlaubter Löhne für ihn und Freunde anzuklagen. Kruz darauf folgte ein Haftbefehl und Peralta stellte sich. Nachdem er auf einer Polizeiwache inhaftiert wurde forderten die Studenten die Rücktritte weiterer Dekane. Einige von ihnen folgten den Forderungen weil sie sich als Mitwisser zu erkennen gaben – andere nicht.

Währenddessen versuchte die Personalchefin der UNA sowie zwei weitere Angestellte unerlaubt Dokumente aus der Bildungseinrichtung zu entfernen. Da die Studenten jedoch den Campus bewachten wurde es ein Fall für Polizei und Staatsanwaltschaft. Die besagten drei Frauen sitzen derweil im Frauengefängnis.

Heute wurde Froilan Peralta bei einem erneuten Haftprüftermin ins Gefängnis Tacumbú eingewiesen. Diesen Schritt wollte er unbedingt verhindern und gab gesundheitliche Probleme dafür an.

Peralta schaffte es nur Direktor der UNA zu werden weil Senator Juan Carlos Galaverna ihm mit seinem Einfluss half. Die staatsanwaltliche Untersuchung mit Haft für Peralta zeigt, dass die Behörden vor dem Willen der meist Jugendlichen nicht die Augen verschließen können und tun.

Die Protste haben eine nationale Ebene erreicht. Auch in anderen Städten des Landes traten Dekane und Direktoren zurück. Präsident Cartes beglückwünschte die Studenten zu ihrer Tat.


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