Asunción: An den Strassen der Hauptstadt sowie den angrenzenden Gemeinden stehen sie aufgereiht. In Deutschland und Österreich kein Blick mehr wert werden hier aus Japan importierte Gebrauchte in großen Mengen angeboten. Die Mehrzahl dieser „Asiaten“ kostet im Ursprungsland kaum mehr als 1.500 US-Dollar. Mit Verschiffung, Überlandtransport aus Chile, Einfuhrzoll und einem satten Gewinn für die Verkäufer vervierfacht sich der Preis wieder.
Unter diesen flotten Flitzern befinden sich jedoch auch einige Modelle die nicht als Direktimport nach Paraguay kamen. Ein Nissan Patrol GR Baujahr 1994 kostet beispielsweise immer noch zwischen 8.500 – 11.500 US-Dollar, Preis den anscheinend noch einige bereit sind zu zahlen.
Dass Fahrzeuge der Marke Mercedes Benz überdurchschnittlich teuer sind ist allen bekannt. Somit wundert es niemanden, wenn 30 Jahre alte Modelle immer noch 4.000 US-Dollar kosten.
Dieses Niveau ist nicht allen geheuer weswegen viele Kunden auch zu Neuwagen greifen. Ganz besondern chinesische Marken werden von den meisten Repräsentanten parallel zu Japanern angeboten. Die Fertigung sowie die Garantieleistungen entsprechen jedoch keineswegs denen der „Japaner“ oder „Koreaner“.
Die Verteidiger der indirekten Importe über Iquique, Chile, sprechen von günstigen Preisen, die sonst keiner im Stande ist anzubieten. Allerdings sollte hier auch bedacht werden, dass die Nachfrage nach normal eingeführten japanischen Fahrzeugen grösser ist als das tatsächliche Angebot. Der Import unzähliger Gebrauchter aus Japan, wo die meisten nur der gesetzlich vorgeschriebenen Schrottpresse entgehen, zeigt keineswegs Umweltbewusstsein. Jedoch wird dieses bei erwartenden Gewinnen immer hinter angestellt.

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