Allgemeines Unwissen

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Asunción: Der Bürgermeister der Stadt La Paloma und Bruder der Abgeordneten Cristina Villalba, Carlos Villalba sowie der Abgeordnete der Provinz Canindeyú, Purificacion Morel, erklärten vor einer Zweikammer-Kommission des Kongresses nichts von Drogenschmugglern in der Zone zu wissen.

Diese Kommission (CBI) wurde eingerichtet, um parallel zur Polizei den Mord an Pablo Medina und seiner Assistentin Antonia Almada aufzuklären. Bürgermeister Villalba war nicht bereit mit der Presse über seine Aussage vor der CBI zu sprechen. Allerdings brachte auch seine Aussage keine verwertbaren Daten hervor.

Im gleichen Tenor gab auch der Colorado Abgeordnete der Provinz Canindeyú wieder nichts von illegalen Drogenaktivitäten in der Zone zu wissen, was verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass er noch vor einem Jahr gegenüber der Presse erklärte, viele Freunde zu haben die Marihuana anbauen. Auf die Anspielung der Pressevertreter, er müsste doch wissen was in seiner Provinz los sei, antwortete er nicht und wurde sauer.

Tatsächlich ist davon auszugehen, dass auch der Bürgermeister von Ypehjú, Vilmar Acosta, der auch als Hauptbeschuldigter auf seine Ausweisung nach Paraguay wartet, einer seiner besten Freunde war. Nicht nur der gleichen Partei angehörend nutzte Acosta auch den Fuhrpark des Rathauses von Ypehjú um seine eigene Marihuana Produktion zu transportieren.

Vilmar Acosta ist mutmaßlicher Auftraggeber am Mord von Pablo Medina, der für die Tageszeitung Abc Color in der Provinz unter anderem den Drogenhandel unter die Lupe nahm. Dass darunter Acosta sich immer wieder fand war kein Zufall, sondern ein Indiz, dass er der Drahtzieher war. Des Weiteren war Acosta ein sehr guter Freund der ehemaligen Gouverneurin der Provinz und heutigen Abgeordnete Cristina Villalba. Zahlreiche Fotos zeigten sie zusammen bei privaten Anlässen.

Laut dem Leiter der Kommission zur Aufklärung der Tat, Senator Miguel Angel López Perito waren die Aussagen der beiden Einberufenen unzureichend und sollten Acosta Schutz bieten. Wegen der fehlenden Bereitschaft zu reden dauerte das Treffen auch nur wenige Minuten.

Der Bürgermeister von La Paloma sagte zu López Perito, dass es praktisch keine illegalen Aktivitäten in der Provinz gibt, da die Zone sehr ertragreich sei und intensiv landwirtschaftlich genutzt wird.

Am Ende der Sitzung wurden die Protokolle dem Leiter des Anti-Drogensekretariats (Senad), Luis Rojas, übergeben, um die Aussagen mit schon vorhandenen Aussagen zu vergleichen.


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