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Mercosur Krise spitzt sich zu

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Binnen 25 Jahren Gemeinsamen Markt des Südens gab es nur zwei nennenswerte Krisen in besagtem Wirtschaftsblock. Die erste kam 2012 zustande, als Venezuela aufgenommen wurde, nachdem Paraguay temporär suspendiert wurde und die zweite vor drei Wochen, als Venezuela sich selbst die temporäre Präsidentschaft zugestand ohne den Segen der anderen Mitgliedsländer.

Tatsächlich ist nicht die strauchelnde Wirtschaft das Problem an beiden Krisen sondern politische Einstellungen. Wer den Sozialismus des 21. Jahrhunderts unterstützte und auf der Lohnliste aus Caracas stand, war für die Aufnahme des Karibikstaates. Wer nicht dafür war ist jetzt gegen eine Präsidentschaft eines Wirtschaftsbündnisses, in dem Venezuela dank der aktuellen Lage ungeeignet scheint.

Mit galoppierender Inflation und chronischem Devisen- und Lebensmittelmangel wäre es ein vorteilhafter gewesen, freiwillig auf die sechs Monate Präsidentschaft zu verzichten und einzugestehen, dass Handlungsbedarf besteht. Falls dies jedoch nur westliche Propaganda ist, kann man die Haltung Präsident Maduros verstehen.

Venezuela sieht sich als Vollmitglied. Allerdings sind da noch 450 Gesetzesnormen, die das Land zum 12. August noch nicht übernommen hat. Ob dies als juristischer Grund ausreicht, um jemand die Präsidentschaft zu verweigern, können nur Mitglieder abschätzen. Von den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der EU wurde Venezuela ausgeschlossen. Wie es bei den Verhandlungen präsidieren kann ist fraglich.

Uruguay hat Stellung bezogen

Wenn die Krise ein Fußballspiel wäre würde es jetzt 2:3 stehen, da Brasilien, Argentinien und Paraguay gegen die temporäre Präsidentschaft des Landes sind. Venezuela ist selbstredend dafür und erhielt gestern lautstarke Unterstützung aus Montevideo. Die uruguayische Regierung zeigte ihre Verbitterung über einen Versuch Brasiliens das Land auf ihre Seite ziehen zu wollen.

Bei den kommenden Sitzungen des Bündnisses in Caracas werden nur uruguayische Delegierte teilnehmen. Die Mitglieder der anderen Länder erklärten nicht dazu zu kommen. Damit könnte ein baldiges Ende des Bündnisses vorprogrammiert sein, da Bolivien als zukünftiges Vollmitglied die Waagschale beeinflussen wird und kann und Pattsituationen keinen Staat weiterbringen.

Durch die langsame Ausbreitung politischer Interessen anstatt rein wirtschaftlicher scheint der Mercosur an Einfluss zu verlieren.

(La Nacion / Abc Color / Última Hora)


'Mercosur Krise spitzt sich zu' hat 5 Kommentare

  1. 21. August 2016 @ 14:37 wolfgang

    Die Regierungen mussen doch alle die Klappe halten.Siee haben alle ihre Leichen im Keller versteckt.
    Allein Paraguay hat mit Curuguaty genug zu klären.Brasilien seinen kalten Staatstreich und den Morden und Landraub an den Indeginen.Kehre ein jeder mal vor seiner Haustür und halte mal die Klappe.

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  2. 17. August 2016 @ 10:22 albertpara

    Wenn eine Regierung / Volksvertretung eines Landes wider die Interessen des Volkes handelt, sollte diese dazu bewegt werden abzutreten, freiwillig oder mit juristischen Mitteln. Wenn wie im Falle Venezuelas diese juristischen Mittel, welche die Verfassung liefert, von Seiten der Herrscherclique zT mit Gewalt torpediert werden, muß man sich nicht wundern wenn es zur Revolution kommt. Der Mensch muß wenigstens zu Essen und ein Dach über dem Kopf haben, alles ist vor Maduro / Chevez wesentlich besser gewesen ! Dies „Regierung“ hat abgewirtschaftet, im wahrsten Sinne des Wortes !

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    • 17. August 2016 @ 22:17 hugo

      Einmischung in Probleme anderer Staaten, erst wenn Curuguaty rechtlich SAUBER aufgearbeitet ist…

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    • 18. August 2016 @ 16:58 rob

      „alles ist vor Maduro / Chevez wesentlich besser gewesen“

      wer sagt das? haben sie dafür irgendwelche belege, oder ist das nur so dahergeredet, was ich eher befürchte.
      unter der regierung chavez ist die armut in venezuela stark zurückgegangen, das musste sogar die uno feststellen.
      abgesehen davon gab es vor chavez genauso eine herrscherclique wie sie es nennen. also immer schön bei der wahrheit bleiben, gelle!!

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  3. 17. August 2016 @ 9:15 rob

    diese neoliberalen regierungen (unterstützt von den vsa und eu), wie sie sich jetzt hier in südamerika immer mehr verbreiten, werden dafür sorgen, dass es mit dem relativen frieden hier bald ein ende haben wird. aber dumme leute, die solches nicht erkennen mögen, klatschen noch beifall dazu.

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