Asunción: Amnesty International Paraguay beginnt mit einer Kampagne um die Hinrichtung der Paraguayerin Rosalía Amarilla zu verhindern. Amarilla wurde mit 3,6 kg Kokain in China verhaftet. Mutmaßlich wurde sie Opfer eines Menschenhändlerringes der zudem Drogen weltweit verschoben hat. In Festlandchina steht darauf die Todesstrafe, die in wenigen Wochen vollstreckt werden soll. Die 33-jährige Frau aus Ñemby ist seit Ende 2012 in Peking inhaftiert und bangt um ihr Leben.
Sie arbeitete in Paraguay viel und wurde nur schlecht entlohnt, ein Grund warum sie auf ein Angebot einging welches ihr Leben ändern jedoch nicht den Tod bringen sollte.
Rosalía hielt nach einer ersten Reise nach Brasilien nicht mehr den Kontakt zur Familie. Wochen nachdem sie wegging, unter anderem um ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen, bekam ihre Mutter ein Anruf aus der Ferne, in der ihr erklärt wurde, dass ihre Tochter mit Kokain am Flughafen Peking erwischt wurde und auf sie die Todesstrafe wartet. Das dumme daran war, dass sie gestand etwas illegales am Körper zu tragen, was ein beschleunigtes Verfahren ermöglicht.
Ein weiterer negativer Punkt in dieser Geschichte, die traurig und schwer verständlich ist, sind die fehlenden diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Paraguay und der Volksrepublik China. Dieses Hindernis kam nur deswegen zustande, weil Paraguay Taiwan als eigenständigen Staat anerkennt, was China nicht akzeptiert. Eben deswegen müssen Diplomaten aus den Nachbarländern wie Argentinien und Uruguay alles daran setzen, um das Leben von Rosalía zu retten. Zumindest schaffte man dank der Hilfe der Argentinier, dass die Inhaftierte einmal pro Monat mit ihrer Familie telefonieren darf. Ebenso wurde die Hinrichtung hinausgeschoben. Der derzeitig aktuelle Termin, per Spritze oder durch Erschießen ist der 20. März im kommenden Jahr.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte derweil eine Unterredung mit dem Außenministerium, wobei bekannt wurde, dass die paraguayische Regierung nicht besonders große Anstrengungen unternahm, um sich für ein anderes Urteil stark zu machen. In diesem Sinne sahen sie sich veranlasst selbst eine Kampagne (#RosalíaDebeVivir) zu starten, um auf die chinesische Justiz aufmerksam zu machen und um Rosalía das Leben zu retten.
Bei einem der letzten Telefonate, die ihr Bruder von Paraguay aus mit ihr führte konnte sie trotz Guaraní Verbot in der Landessprache sagen, dass ihr Verteidiger nicht mehr für sie da ist
Die Herausforderung ist groß jedoch die gleiche mit der Amnesty International schon seit 70 Jahren in allen Teilen der Welt agiert, um Menschen in einer ungerechten Justiz zu helfen am Leben zu bleiben. Ob es möglich sein wird auch Rosalía das Leben zu retten?

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