Ayolas: Paraguay betreibt mit Argentinien und Brasilien jeweils ein Wasserkraftwerk als zweistaatliche Körperschaft. Die Besetzung dieser Werke mit diversen Büros obliegt der politischen Elite um ihre Kumpanen standesgemäss unterzubringen. Die Löhne liegen weit über europäischem Niveau. Ein Streik zum jetzigen Zeitpunkt wegen einer 10% Lohnerhöhung ist weder nachvollziehbar noch gerechtfertigt.
Die besagten Wasserkraftwerke heissen Itaipú und Yacyretá und liegen beide an verschiedenen Stellen des Rio Paraná. Heute begannen in Ayolas 500 Yacyretá Angestellte mit einem 30-tägigem Streik wegen einer mutmasslich zustehenden Lohnerhöhung.
Mehr als 30% der 1.300 Angestellten verdienen mehr als 50 Millionen Guaranies pro Monat was etwa 10.000 Euro entspricht. Die ´brigen liegen entweder knapp darunter oder weit darüber. Neben sechs Beratern mit 128.000.000 Guaranies monatlich toppt nur der paraguayische Präsident der Körperschaft dies mit 151 Millionen Guaranies. Sein Name ist Juan Schmalko.
Während zehntausende nicht einmal mit Mindestlohn abgespeist werden fordert hier die politische Elite des Landes ein Plus von rund 1.000 Euro für inexistente Arbeit.
Nach einem langen Zeitraum mit grossen Stromdefizit auf argentinischer Seite wurde die Belastung der Turbinen auf das maximale ausgedehnt was zur Folge hatte, dass eine davon kaputt ging und nun ausser Dienst ist. Insgesamt 800 Angestellte arbeiten im argentinischen Teilbereich und schon diese Anzahl ist grosszügig bemessen. Warum also soll Yacyretá seinen Scheinangestellten noch 10% mehr Lohn zahlen. Die Streikregeln garantieren eine permanente Produktion von Energie.
Die Nationalpolizei verlegt schon am gestrigen Sonntag Wasserwerfer und mehrere Einheiten um bei möglichen Ausschreitungen vorbereitet zu sein.

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