Fortuna Guazú: Am Samstag wurden nahe einer Straße im Distrikt Zanja Pytã, Provinz Amambay eine Ladung von 252 kg Kokain gefunden. Die Eigentümer waren unbekannt, bis gestern Abend, da wurde der Polizeibericht öffentlich und der Sachverhalt stellt sich überraschenderweise so dar, wie viele es vermutet hätten.
In diesem konnte man lesen, dass bei der Suche nach einem verdächtigen Fahrzeug, welches Drogen nach einem Flugzeuglandung abtransportiert, zwei Polizisten einen Geländewagen ins Visier nahmen und zu kontrollieren begannen.
Jedoch waren zwei der Insassen Provinzratsmitglieder und ein Polizist bewaffnet. Die Überprüfung musste abgebrochen werden. Die Kontrolleure waren in den Unterzahl, forderten Verstärkung an und griffen wenig später erneut zu. Dabei gelang es ihnen den Nissan zu verifizieren. Im Inneren wie auf der Ladefläche fand man jedoch nichts. Die Verdächtigen wurde die Weiterfahrt gewährt.
Kurz darauf fand man Fußspuren, die die Ermittler zu dem nahe gelegenen Fundort der 252 kg Kokain führten. Daraus resultierend waren die Drogen beim ersten Kontrollversuch noch im Wagen während bei der Wiederholung samt Verstärkung der Wagen schon als bereinigt galt.
Die zwei Ratsmitglieder sind José Luis María Bogado Martínez (ANR) und César Augusto Quevedo Isnardi (PLRA). Der Polizist, Leibwächter einer der Beiden. Die Drogen haben einen etwaigen Wert von 800.000 US-Dollar. Obwohl das Vorgefallene mehr als nur Indiz ist erklärte Quevedo Isnardi auf Schärfste etwas mit dem Vorfall zu tun zu haben. Er war den Samstag den ganzen Tag in der Stadt und hatte sein Auto verliehen. Die Telefonnummer seines Kollegen hatte er zu Befragungszwecken nicht zur Hand.
Amambay gilt wie Canindeyú und San Pedro als Hochburg für Drogenanbau und Schmuggel. Ein Großteil der Einflussreichen der Zone hat seine Hände mit im Spiel.

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