Drogen und Politik

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Asunción: Als Politiker braucht man Geld um eine Kampagne zu bezahlen und als Drogendealer hat man Geld und benötigt Schutz durch Polizei, Staatsanwaltschaft bis hin zu Richtern. Diese Art von gegenseitiger Erfüllung von Gefallen wird zu einer Koexistenz, die den Politiker nicht ohne Finanzier sein lässt. Das wiederum kann bedeuten, dass es mutmaßlich ebenso viel Drogenschmuggler wie Politiker gibt.

Der Ausnahmefall darunter ist der Drogenschmuggler, der in die Politik geht, wie im Fall von Vilmar „Neneco“ Acosta. Seine Mordlust deckte auf, was nördlich von Asunción Alltag ist. In dieser Gegend, wo auch Yby Yaú liegt, starb vergangenen Dienstag der Ex Abgeordnete Magdaleno Silva. Während seine ehemaligen Kollegen ihn in Schutz nehmen und von einer sauberen Vorgeschichte des Freundes schwärmen fragen sich andere nur war die Politik oder die Drogen an seinem Ableben schuld.

Und genau diese drei Faktoren, Vilmar „Neneco“ Acosta, der Tod von Magdaleno Silva und die internen Wahlen der Colorado Partei, sind es, die die aktuelle Beschaffenheit der Partei widerspiegeln. Ein ungewollten Mitspieler dabei ist Bader Rachid Lichi, ein antikes ANR Parteimitglied, was eine Unregelmäßigkeit darin erkennt, dass internen Wahlen um den Parteivorsitz mit den Vorwahlen des Bürgermeisteramtes am gleichen Tag stattfinden.

Eine Form dieses korrupte System abzuschaffen ist diesem die Rentabilität zu rauben. Ein möglicher Ausweg wäre die Legalisierung der Droge Marihuana – aber auch hier müsste über die weitreichenden Folgen nachgedacht werden. Außerdem löst es nicht das Problem des Kokainschmuggels. Eine andere Variante wäre der lückenlose Nachweis wie Wahlkampagnen finanziert werden. Damit könnte illegal verdientes Geld nicht dafür verwendet werden, was wiederum die ganzen Begünstigungen einfrieren würde. Aber eben gegen eine solch transparente Registrierung der Wahlkampfspenden sprachen sich kürzlich erst die Mehrzahl der Gesetzgeber aus – aus welchem Grund wohl?


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