Fuerte Olimpo: Wer eine abenteuerliche jedoch typisch paraguayische Erfahrung machen möchte, kann frittiertes Essen an einem Busterminal probieren oder einfach an einem solchen eine Reise nach Fuerte Olimpo wagen. Diese Reise dauert unter besten Bedingungen mindestens 15 Stunden, reell sind jedoch rund ein ganzer Tag.
Obwohl die Preise bei rund 200.000 Guaranies pro einfacher Fahrt liegen sind sie weitaus günstiger als der im letzten Jahr wieder eingeführte Flugdienst des Militärs. Das einzige Busunternehmen, Stel Turismo, ohne jegliche Konkurrenz, befördert auf jedem freien Quadratzentimeter Waren, was in Verbindung mit fehlenden oder kaputten Bordtoiletten ein Abenteuer werden kann. Falls die Mechanik versagt kann es trotz Einfallsreichtum der Fahrer zu langen Wartezeiten kommen.
Jedoch wird man auf den 830 km mit einer Aussicht auf ein sonst unbekanntes Paraguay verwöhnt und kann auf eine landestypische Art und Weise die Provinzhauptstadt von Alto Paraguay besuchen. Diese am Rio Paraguay gelegene Stadt muss jedoch nicht das Ende der Reise bedeuten, da von da aus das Passagierschiff Rio Aquidaban bis nach Bahía Negra fährt. Allerdings befördert das Busunternehmen auch die Fahrgäste nach Puerto Casado und Carmelo Peralta, die von der ersten Fahrt noch nicht genug haben. In Bahía Negra gibt es eine Ecoturismo Farm, die Tres Gigantes, auf der Besucher mit Voranmeldung, herzlich willkommen sind.
Im vergangenen Jahr war der Fahrdienst für ganze 183 Tage unterbrochen, weil starke Regenfälle den Betrieb total unterbrachen. Dies kann u.a. unankündigt zu Ausfällen der Fahrten führen und ganze Reisepläne durcheinanderbringen.
Neben dem Ministerium für Öffentliche Bauten sind es mehr die Estancia Besitzer der Zone, die sich um den Zustand der Wege kümmern.
Fuerte Olimpo hiess früher Fuerte Bourbon, in Reminiszenz an das spanische Königshaus, welches durch das Vizekönigreich des Río de la Plata diese Stadt als Verteidigungsposten ausbauen liess.
Heute leben ungefähr 5.000 Menschen in der Stadt, die Mehrheit davon sind älteren Baujahrs – da für die Jugend die Angebote begrenzt sind.

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