Einfluss macht sich bemerkbar

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Asunción: Am heutigen Morgen wurde im Senat über die Besetzung des freien Postens im Obersten Gerichtshof entscheiden, nachdem Victor Núñez diesen vor mehreren Monaten freiwillig räumte. Zur Auswahl standen zwei Richter und eine Richterin. Der Wunschkandidat eines einflussreichen Senators übertraf die Mindestanzahl an Stimmen und gilt als virtueller Nachfolger.

Linneo Ynsfrán (62) soll durch die Bestätigung des Staatsoberhauptes zukünftiger Minister des Obersten Gerichtshofes werden. So entschieden es zumindest die 15 Colorado Dissidenten sowie Liberale und weitere Oppositionelle. Ynsfrán erfuhr die Unterstützung von Senator Juan Carlos Galaverna. Die Opposition erwartet für ihre heutige Hilfe eine Art Revanche bei kommenden Abstimmungen.

Mehr als 50 Kandidaten präsentierten sich. Davon wurden vom Magisterrat allerdings nur drei ausgewählt: Linneo Ynsfrán, Miryam Peña und Emiliano Rolón. Obwohl nur 23 Stimmen (einfache Mehrheit) ausreichend gewesen wäre brachte der Pakt ganze 34 Stimmen zusammen. Obwohl der Erfolg von Ynsfrán schon vorausgesagt wurde zog sich die außerordentliche Sitzung über mehr als drei Stunden hin. Grund dafür waren scharfe Worte zwischen den Senatoren der Regierungspartei.

Das Lob zu seiner Person kann man aus dem Mund der 34 Senatoren, die für ihn gewählt haben, immer noch vernehmen während nachfolgend auf seine Vergangenheit aufmerksam gemacht wird:

– als Richter begann er 1984 sein Amt auszuführen
– gilt als eingefleischter Colorado Politiker
– Neffe des Ex Innenministers Edgar L. Ynsfran (unter Alfredo Stroessner)
– J. Augusto Saldivar war sein Großvater
– als Richter bearbeitete er den Fall Lino Oviedo
– die Familie Argaña bezichtigt ihn Oviedo übervorteilt zu haben

Nach der Sitzung im Senat, die für viele Politiker nervenaufreibend war versicherte Senator Julio César Velázquez, dass ein Veto des vorgeschlagenen Kandidaten durch den Präsident ein Witz wäre mit der überragenden Stimmenanzahl.

Kurz davor kritisierte Senatorin Lilian Samaniego ihre Parteikollegen eine Entscheidung zur Zerstörung der Politik der Cartes Regierung getroffen zu haben, was laut dementiert wurde. Des Weiteren wurde der Minister des Informationsdienstes der Republik (Sicom), Fabrizio Caligaris mit Stimmenmehrheit abgestraft, weil er eine Wahlveranstaltung im staatlichen Fernsehen übertragen ließ, in dem Präsident Cartes sowie der offizielle Kandidat für den Parteivorsitz, Pedro Alliana, auftraten. Da die Dissidenten im Senat nur wegen der Entscheidung zu Gunsten von Pedro Alliana und gegen Mario Abdo Benitez sich zusammenfanden ist die harsche Kritik an der „einseitigen“ Fernsehübertragung leicht nachvollziehbar.


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