Feindliche Absichten demokratisch präsentiert

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Asunción: Offenbar hatten einige Menschen, die die Ereignisse um das Amtsenthebungsverfahren von Fernando Lugo sowie den nachkommenden Ausschluss aus dem Mercosur als kritisch bewertet hatten, Grund dafür. Zwei uruguayische Jounalisten veröffentlichten ein Buch zu dem Zeitraum, in dem die mutmassliche Einflussnahme von Brasilien und Uruguay sowie Venezuelas klar zu erkennen ist.

Die Veröffentlichung mit dem Titel „Das schwarze Schaf an der Macht“, verfasst von den Uruguayern Andrés Danza und Ernesto Tulbovitz verrät welche Massnahmen ergriffen wurden, damit Widersacher Paraguay temporär ausgeschlossen und Unterstützer Venezuela permanent aufgenommen wird. Auch wenn viele an der „demokratischen Ruptur“ zweifelten, die laut der Staatsoberhäupter von Brasilien, Argentinien und Uruguay klar erkennbar gewesen ist, beweisen konnte man ihnen bis dato keine Intervention.

Auf den Seiten des Buches steht beschrieben, dass Uruguays Staatschef José Mujica nach Lugos Absetzung durch den paraguayischen Kongress zuerst gegen einen Ausschluss Paraguays war. Auf Bitte von Dilma Rousseff flog Mujica nach Brasilia und liess sich in einem Privatgespräch davon überzeugen mit am gleichen Strang zu ziehen. Dieses Treffen war inoffiziell und es gibt keine Aufzeichnungen davon. Wie die Jouralisten die ganzen Beweise zusammentragen konnten ist bisher noch nicht klar.

Der Auszug aus dem besagtem Buch wurde in der Wochenzeitung „Busqueda“ veröffentlicht, von der Andrés Danza, einer der Autoren, Redaktionschef ist.

Nachfolgend besagter Auszug (in deutsch übersetzt):

Nachdem Lugo vom paraguayischen Senat entmachtet wurde (22.06.2012) und noch bevor das Mercosur Gipfeltreffen (29.06.2012) stattfand um Sanktionen zu verhängen, erhielt Mujica einen Anruf von Dilma Rousseffs rechten Hand, Marco Aurelio Garcia.

„Dilma möchte Präsident Lugo eine wichtige Nachricht übermitteln“, sagte der Brasilianer in einer Mischung aus porugiesisch und spanisch.

„Kein Problem, wir werden eine Kommunikation zwischen beiden Präsidenten einberufen“, war die Nachricht der Uruguayer.

„Nein, es darf keine offizielle Kommunikation geben, auch nicht per telefon oder per Mail. Es ist persönlich“, sagte der Brasilianer.

Ein Treffen von solcher Eile und ohne Ankündigung zwischen zwei Präsidenten ist verdächtig, mehr noch als bekannt wurde, dass Dilma ein Flugzeug nach Montevideo entsandt um Mujica nach Brasilia kommen zu lassen.

Und so kam es. Präsident Mujica kam zu Dilma ins Büro. Es gab eine nur einige Minuten andauernde Unterredung. Nachdem kurz generelle Themen angesprochen wurden drängt Dilma mit den Worten „Jetzt zu dem was wichtig ist“.
Als Mujica ein Block und einen Stift zur Hand nimmt sagte Präsidentin Rousseff dass es keiner Aufzeichnungen bedarf, da dieses Treffen nicht stattfindet.

Während der Konversation präsentierte Dilma ihrem Kollegen Fotos und Aufzeichnungen der brasilianischen, kubanischen und venezolanischen Geheimdienste, welche einen Staatsstreich gegen Fernando Lugo klar belegen sollten. Für Dilma übernahmen Mafiosos die Macht in Paraguay. Brasilien benötigt Paraguay zumindest bis zu den kommenden Wahlen ausserhalb des Mercosur. Eine Woche später, auf dem Gipfel in Mendoza, Argentinien, wurde Paraguay aus dem Mercosur ausgeschlosen und Venezuela im gleichen Atemzug der Weg zur Aufnahme geebnet. Ein Schritt der durch die Präsenz von Paraguay nicht möglich gewesen wäre.


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