Yby Yaú: Die von der selbsternannten Paraguayischen Volksarmee (EPP) abgespaltene Bewaffnete Bauernvereinigung (ACA) wird seit der Zeugenaussage eines Überlebenden eines Sprengstoffanschlags in der Provinz Concepción für den Tod zweier Soldaten verantwortlich gemacht.
Am Mittwochabend gegen 20.00 Uhr waren Uniformierte und in zivil gekleidete Personen dabei eine Sprengstoffübergabe in der Zone zu vereiteln für die sie Informationen hatten. Jedoch, so bezeugte der überlebende Juan Jara, näherte sich dem Geländewagen ein Moped von welchem sie mit einem Paket beworfen wurden, anscheinend mit einer Bombe bestückt. Der Agent des Anti-Drogen Sekretariats (Senad), Juan Jara, stieg aus dem Wagen und versuchte den Fahrer zu stoppen als im Wagen die Bombe bzw. Granate explodierte. Die Soldaten Enrique Daniel Piñánez Ciancio und José González Ferreira starben dabei im Inneren.
Die EPP wie auch die ACA haben viele Erfahrung mit Sprengstoffen und sind deswegen und weil sie die Autoritäten in der Provinz verabscheuen eine ernstzunehmende Gefahr für Uniformierte. Diese gemeinsamen Einsatzkräfte der Polizei und dem Militär gehen davon aus, dass nicht unbedingt der Wagen das Ziel war jedoch das nahe gelegene Polizeikommissariat von Cuero Fresco.
Laut Untersuchungsbericht sollten die ACA Mitglieder Sprengstoff für zukünftige Attacken geliefert bekommen. Der Mopedfahrer, der sich verdächtig verhielt war demnach der Empfänger oder einer der, die die Ware entgegen oder beschützen sollten. Die Gebrüder Albino und Alfredo Jara Larrea sind die Führer der ACA, die sich erst gründete als es im Schoss der EPP zu Auseinandersetzungen mit den anderen kam. Nachdem ihnen die Waffen abgenommen wurden mussten sie das Lager verlassen. Jedoch war dies keine Hürde für sie sich parallel zur EPP weiterzuentwickeln. Sie haben bei einer Express Entführung, die kaum Medien erreichte, mindestens 1 Milliarde Guaranies Lösegeld erhalten, Summe die zum Kauf von Waffen und Sprengstoff nützlich war.
Der Name des Mopedfahrers ist den Behörden bekannt. Der Sprengstoff kam zudem aus der im Norden gelegenen Stadt Vallemí. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden ein weiteres Mal in der Zone erhöht.
Nach dem Sprengstoffanschlag, so der behandelnde Arzt der Privatklinik San Antonio in Horqueta, Sixto Barrios, habe zwei verletzte Männer behandelt während der untersuchende Staatsanwalt Joel Cazal bei einer Pressekonferenz von nur einem Verletzten sprach.
Die als Guerilla Gruppen angesehene EPP und ACA wollen eine politische Wende hin zum Marxismus-Leninismus und verurteilten selbst die Lugo Regierung den Großgrundbesitzern und ausländischen Investoren zu viele Eingeständnisse gemacht zu haben. Beide Gruppen zusammen umfassen keine 40 Kämpfer. Da sie sich jedoch ständig im Wald aufhalten und entweder als Gefallen oder unter Ausübung von Druck Schutz durch die Bevölkerung erhalten ist es schwer sie zu lokalisieren. Selbst die hohen Summen die von der Regierung geboten werden ändern bei deren Einfluss und Macht in der Zone wenig.
Die EPP hält seit 240 Tagen Arlan Fick in seiner Gewalt, ein Sohn eines Großgrundbesitzers mit deutsch-brasilianischen Wurzeln.

'Kämpfen oder Sterben' hat 1 Kommentar
30. Mai 2016 @ 12:15 wolfgang
Meint jemand allen erstes das die EPP und ACA Kommunisten sind.Von Marxismus-Leninismus haben die genau so wenig Ahnung, wie ein Schwein von Baletttanz.Sie sind billige Handlager von Drogenbaronen,Korrupten Politiker.
Sonst wären sie schon längst in der Mottenkiste der Geschichte.