Asunción: Das Institut für ländliche Entwicklung (Indert) definiert eine Agrarreform wie folgt: Adäquation der landwirtschaftlichen Struktur sowie Stärkung und harmonische Eingliederung der ländlichen Familie in die nationale Entwicklung, um Armut und deren Folgen zu überwinden. Allerdings, so gesteht das Institut jetzt ein, war mindestens jeder Vierte weder arm noch Bauer.
Diese Mitteilung bzw. das Schuldgeständnis kommt nicht allein daher sondern in Verbindung mit der Ankündigung der Gründung eines Nationalen Rates zur Rekuperation des Staatslands. Dieser Rat bezieht seine Informationen auch aus Datenbanken anderer staatlicher Institutionen, Grund weswegen so viele Nutznießer überhaupt entdeckt wurden. Diese sind das Innenministerium, das Verteidigungsministerium, die Staatsanwaltschaft und der Prokurator des Landes.
„Das Absicht der Gründung ist nicht nur die Rückgewinnung der Ländereien sondern auch die nachträgliche Ausgabe an Paraguayer, die wirklich Anrecht darauf haben und die auch der Feldarbeit nachgeben, heißt es in einem Kommuniqué des Indert.
Die staatliche Institutionen stellte in letzter Zeit verstärkt fest, dass Brasiguayos, Einwohner mit der paraguayischen und der brasilianischen Staatsbürgerschaft, sehr oft mit Staatsland begünstigt wurden und darauf meist Soja anbauen. Außerdem geriet das Amt ins Visier der Presse, da auch diverse Drogenschmuggler Staatsland kauften und sich danach insolvent meldeten während das Marihuana auf den Feldern wuchs.
Die aktuelle Administration will Namensgeber ausfindig machen und die Grundstücke dem sich erneut einverleiben. Man geht in der Institution davon aus, dass nur auf diesem Wege die große Nachfrage von echten Bauern zu decken sei. Damit brauchen keine neuen Grundstücke mehr gekauft werden.
Wenn dieses Modell salonfähig wird könnte dies auf die Ande umgemünzt bedeuten, dass erst alle die ihren genutzten Strom zahlen müssten die bisher illegal angeschlossen, waren bevor man den Tarif für die erhöht, die sowieso immer zahlen.
Das Konkretisieren des besagten Plans wurde von Indert Präsident, Justo Gardenas, gefeiert. Allerdings kann er auch keine genauen Zahlen liefern. Allerdings gehen die Bediensteten der Behörde davon aus, dass es weitaus mehr als 100.000 Hektar sind weswegen alle mit über 25% übereinstimmen.

'Mehr als 25% des Staatslandes fiel in falsche Hände' wurde noch nicht kommentiert
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