Concepción: Seit ihrer ersten Erscheinung im Jahr 1997 hat die selbsternannte Paraguayische Volksarmee (EPP), die sich künftig FARP nennen will, über 100 Anschläge zu verantworten. Die kriminelle Gruppe wird von Mal zu Mal gewalttätiger, was sich unter anderem an die Tötung des deutschen Paars aus Eppelheim widerspiegelt. Sie regieren den Norden, anscheinend ganz ohne Gegenwähr, nach ihrer Fasson.
Im September 1997 noch als “Banda de Choré” bekannt führten die Leninisten und Marxisten schon 103 Anschläge durch, inklusive der letzten vier Attacken auf die Kommissariate Kurusu de Hierro, Azote’y, Núcleo y 3 und Pasiño.
Insgesamt töteten sie 26 Zivilisten, darunter auch die Deutschen Robert Natto und Erika Reitze. Ebenso starben durch die EPP 13 Polizisten und drei Soldaten. Ein weiterer Polizist und zwei Soldaten starben bei Feuergefechten mit Bandenmitgliedern und nicht durch Anschläge.
Zur EPP gehörte eine weitere Teileinheit die sich jedoch abgrenzte und allein agiert. Die gemeinsamen Einsatzkräfte waren ihr gegenüber erfolgreich und zerschlug die selbsternannte ACA durch die Festnahme von sechs ihrer Mitglieder und durch Erschiessens weiterer acht.
Laut einer inoffiziellen Quelle sollen die Terroristen etwa 50 Mal auf insgesamt 29 Estancias aufgefallen sein. Von den 103 Anschlägen wurden 81 in der Provinz Concepción durchgeführt während 16 auf dem Gebiet der Provinz de San Pedro stattfanden. Zwei weitere werden der Provinz Canindeyú zugerechnet. Zum Rest kam es in Luque, San Lorenzo, Ñemby und Asunción.
Bei sieben Entführungen, María Edith Bordón de Debernardi, Cecilia Mariana Cubas Gusinky, Luis Alberto Lindstron Picco, Fidel Santiago Zavala Serrati, Arlan Fick Bremm, Edelio Morínigo Florenciano und Robert Natto sowie Erika Reiser erbeuteten sie 2.480.000 US-Dollar von denen nur 305.000 US-Dollar wieder auftauchten.
Die Gruppe wuchs und breitete sich während der letzten vier Amtsperioden der Präsidenten Nicanor Duarte Frutos, Fernando Lugo, Federico Franco und jetzt Horacio Cartes aus. Just Präsident Cartes erklärte zu Amtsbeginn, dass ihn die EPP nicht den Weg bestimmen werde. Allerdings wurde unter seiner erst noch kurzen Amtszeit fast 50% aller Anschläge durchegführt. Seit dem Cartes Präsisdent ist starben vier Polizisten, drei Soldaten und zwölf Zivilisten, ohne auf die drei Entführungen einzugehen, von denen eine nach wie vor nicht beendet ist.

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