Paso de Patria: Am heutigen Morgen wurden in der südwestlichsten Ortschaft des Landes drei menschliche Schädel und einige Knochen gefunden. Die Polizei tappt derzeit noch im Dunkeln, da anscheinend viel Zeit seit dem Tod vergangen ist. 500 m entfernt davon fließen der Paraguay und der Paraná Fluss zusammen.
Der Polizeichef der Provinz Ñeembucú, Mauricio Mora Valdéz, versicherte, dass die kriminalistische Abteilung der Nationalpolizei sich dem Fall annimmt. Obwohl dies eine Zone für Drogenschmuggler ist muss der Fund nicht zwingend damit zusammenhängen.
Tito Ruiz, Einwohner des Ortes, grub am heutigen Morgen in der Erde um den sandigen Boden für einen Umbau am Haus zu nutzen. Groß war die Überraschung als dieser in nur wenigen Zentimetern Tiefe auf die Schädel stieß.
Nun rätseln die Bewohner ob dies ein Massengrab aus dem Tripelallianzkrieg oder ein eventueller Fundort von Diktaturleichen sein könnte. Tatsächlich kommen neben vielen Möglichkeiten eben auch diese zwei in Frage.
Während die Baustelle von Don Tito ruhen muss, werden die Untersuchungen der nächsten Tage sicherlich einige Erklärungen liefern oder zumindest einige Möglichkeiten ausschließen.
Paso de Patria ist ein Distrikt in der Provinz Ñeembucú, Paraguay. Die Zufahrt führt über die Route IV.
Während des Tripelallianzkrieges kam am 25.11.1865 Marschall Francisco Solano López von Humaitá nach Paso de Patria und übernahm die Führung der paraguayischen Armee. Er ordnete die Verstärkung der Bastionen Paso de Patria und Itapirú an, da eine Invasion bevorstand. Damit war Paso de Patria einer der Kriegsschauplätze.

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