Asunción: Die Zentralbank Paraguays gab am gestrigen Dienstag bekannt, dass die Wirtschaft des Landes auch im kommenden Jahr 4,5% zulegen wird, was im Vergleich mit anderen Ländern der Region zum dritten Mal in Folge die Spitzenreiterposition ist.
Carlos Fernández, Vorsitzender der BCP, erklärte zusammen mit Finanzminister German Rojas, dass man von einem Wirtschaftswachstum von 4,5% ausgeht, ein Prozentsatz, der ebenso für die Inflation zutrifft. In 2014 erreichte das WW wie auch die Inflation 4,5% was eine gewisse Stabilität aufzeigt. Der größte Anteil des Prozentsatzes für 2015 wird jedoch aus der Industrie und dem Bausektor kommen, im Gegensatz zu dem landwirtschaftlichen Bereich, der bis jetzt hauptverantwortlich war. Damit besteht auch die Chance, dass dieses Wachstum bis hin zu den Angestellten der Industriebetriebe zu spüren ist, was bis dato durch Soja, Mais und Co. nicht passierte.
„Wichtig für die Zukunft ist die Beibehaltung eines annähernd gleichen Niveaus des Wirtschaftswachstums um die Arbeitnehmer auf ihren Stellen mehr Sicherheit zu geben als Hochs und Tiefs im Wechsel. Mehr Stabilität regt auch mehr Investoren an, sich in Paraguay anzusiedeln“, erklärte Verónica Serafini, Wirtschaftsexpertin.
„Ebenso ist jedoch auch nicht zu vernachlässigen, dass Arbeitskräfte weitere Lehrgänge besuchen um stetig qualifiziert zu sein. Für Arbeitssuchende ist dies eine große Herausforderung, da es eine große Anzahl an möglichen Arbeitskräften gibt, die keinerlei Ausbildung haben. Die Betriebe haben jedoch dadurch die Chance ihr Personal zu formen“, so German Rojas.
„Um dieses Wachstum weiterhin zu garantieren muss jedoch auch der Kongress seinen Beitrag leisten und Gesetzespakete, die dieses unterstützen, beschließen. Diese Reformen können nicht in einem Kongress beschlossen werden, wo keine Mehrheit besteht. Daraus resultierend kann auch keine echte Armutsbekämpfung stattfinden. Gesetze wie die finanzielle Verantwortung sind dabei eine große Hilfe, wenn auch wie für den kommenden Jahreshaushalt, dieses einfach übergangen wurde“, so der Wirtschaftsanalyst Ricardo Rodríguez Silvero.

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