Am Zusammenfluss von Paraná und Paraguay gelegen, befindet sich das Departement Ñeembucú, welches laut landesweiter Statistiken zu den sichersten Gegenden des Landes zählt. Im vergangenen Jahr gab es nur 50 registrierte Diebstähle in und um Pilar. Im gleichen Zeitraum wurden im Departement Central 2378 Delikte der selben Kategorie gezählt.
Auch was die Mordrate betrifft, nimmt Ñeembucú eine Vorbildfunktion ein. Während das Departement Amambay mit 119 Mordopfern eine fragliche Spitzenposition besetzt, gibt sich das südwestlichste Departement gern als Schlusslicht. Im Jahr 2015 wurde da niemand ermordet.
Die öffentliche Sicherheit ist eine Frage der Einteilung durch die Polizei. Es gibt ein Verhältnis von Polizist auf Einwohner, das von den Vereinigten Nationen als normal angesehen wird. Auf 350 Einwohner sollte ein Polizist kommen. Da dieses Verhältnis sicher in Ñeembucú erfüllt wird, gibt es da auch kaum Verbrechen. Im Departement Central wiederum sind nur 2400 Uniformierte im Einsatz. Da Central 2,2 Millionen Einwohner laut Zensus aus 2002 hat, sollten es jedoch 6.286 Polizisten sein, die sich um die öffentliche Sicherheit sorgen.
Ein weiterer Grund für die mangelnde Sicherheit ist die große Anzahl von Uniformierten, die Politikern und einflussreichen Staatsdienern zur Verfügung gestellt werden. Die 9 Minister des Obersten Gerichtshof haben insgesamt 80 Polizisten zur Verfügung. Anstatt die 9 Minister zu bewachen, könnten sie in einer Ortschaft mit 28000 Einwohnern für Ordnung sorgen.

'Sich sicher fühlen' hat 1 Kommentar
20. Juni 2016 @ 17:39 wolfgang
Aufregen ist Zwecklos,Die 9 Minister des Obersten Gerichtshof haben insgesamt 80 Polizisten zur Verfügung.
Wir müsseen das ganze auch so verstehen, der der Korruption im Land müssen die Richter auch Angst haben, das sie gerichtet werden. 80.Polizisten ist ganz sparsam gerechnet.