Curuguaty (Abc)

Rekonstruktion eines Massakers

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Nachdem die Staatsanwaltschaft entschied das Cutuguaty Massaker, welches vor fast 4 Jahren stattfand, zur Klärung der Verantwortung nachzustellen, sind Angehörige der getöteten Bauern wieder auf dem Gelände, wo es zum tödlichen Zusammenstoß kam, der 17 Menschenleben kostete.

Obwohl die Ländereien dem Staat geschenkt wurden übergab sie die paraguayische Justiz der Familie Riquelme, welche damals die Räumung wegen Landbesetzung anordnete. Mehr als 90 Familien besetzen nach wie vor die Estancia Campos Morombí.

Wenige Meter vom Kreuz, welches nach dem Massaker zum Gedenken aufgestellt wurde, bauten die landlosen Bauern ihre Häuser auf Grundstücken von 100 x 1000 m, mit diversen Beeten, um sich selbst versorgen zu können.

Reinaldo Castro, Präsident des Nachbarschaftsverbandes und Anführer der Besetzung versicherte, dass der Kampf um dieses Land weitergeht, bis der Staat ihnen Land anbietet. „Wir wissen, dass dieses Land dem Staat gehört“, fügte er hinzu.

Am morgigen Donnerstag soll die Rekonstruktion des Massakers, unter Aufsicht der Richter Ramón Trinidad Zelaya, Benito González und Arminda Alfonso stattfinden. Anwesend in der Kolonie Yvyra Pytã sind dann auch die 11 Angeklagten. Der Ort des Massakers liegt rund 30 kg von Curuguaty, Departement Canindeyú entfernt. Die Kontrolle des damaligen Ablaufs gehört zur finalen Etappe des Gerichtsprozesses.

Zu der Räumung der Landlosen von dem “Marina Cué” genannten Grundstück kam es am 15. Juni 2012. Obwohl im nachhinein festgestellt wurde, dass der Räumungsbefehl unrechtmäßig war, war jedoch die Attacke Voraussetzung für die Amtsenthebung des damaligen Präsidenten Fernando Lugo. Das Curuguaty Massaker geriet seitdem mehrmals in das Visier internationaler Medien.

Die Strafkammer des Obersten Gerichtshofes ordnete die Verlegung der Angeklagten unter größtmöglichsten Sicherheitsvorkehrungen an. Die Nachstellung der Geschehnisse soll zwei Tage andauern.

(Última Hora)


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